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25.03.2015

In unserer ersten Nacht in diesem schönen Hotel konnten wir beide sehr gut schlafen und hatten keinen Jetlag.

Der Plan sah wie folgt aus:
Da wir morgen abends bereits den Nachtzug nach Koh Samui im Schlafwagen nehmen wollten, mussten wir diesen schleunigst buchen und da wir gehört haben, dass die Preise im Internet wesentlich teurer wären, wollten wir persönlich hingehen.

Anschließend wollten wir soviele Sehenswürdigkeiten und Tempelanlagen mitnehmen, wie wir an einem Tag schaffen könnten, bzw. soviele, bis uns die Lust verging.

Demnach ging es zuerst zu Fuß (Bahnhof in erreichbarer Nähe zu unserem Hotel) zum Bahnhof um die Kombitickets zu kaufen. Das Kombiticket enthielt sowohl die Zugfahrt im Schlafwaggon bis Surat Thani, als auch die Busfahrt zum Pier von Donsak und die Überfahrt auf der Fähre nach Nathon.

Der Verkäufer für die Touristenangebote war sehr zuvorkommend und erklärte alle Preise. Ursprünglich wollten wir direkt nach Koh Tao oder Koh Phangan, da das ja der kürzere Weg von Chumphon aus gewesen wäre und eine kürzere Zugfahrt bedeutet hätte. Allerdings waren die Tickets dorthin teurer, weshalb wir uns für die längere Strecke bis Koh Samui entschieden.

Ob wir danach trotzdem noch nach Koh Phangan übersetzen würden, überlegen wir uns noch.

Mit den Tickets im Gepäck ging es weiter zu Fuß – das war für Ineke doch schon eine kleine Zumutung – über riesige mehrspurige, vielbefahrene Straßen bis zum Tempel mit dem „Golden Buddha“.

Der „Golden Buddha“, der sich gleich zwei mal in verschiedenen Gebäuden befand, war beeindruckend und man hatte von oben einen recht guten Ausblick über die Straßen ringsum.
Theoretisch hätten wir die Tickets nicht kaufen müssen, da es keine Kontrolle gab!

Die nächstgelegene Sehenswürdigkeit von uns aus waren bereits Wat Pho und der Grand Palace und da wir schon immer mal mit einem Tuk Tuk fahren wollten, ließen wir uns auf einen Tuk Tuk Fahrer mit einem erstaunlich günstigen Preis ein. Obwohl wir die Geschichten mit den ganzen hereingelegten Touristen kannten, dachten wir uns erst nichts bei dem günstigen Preis für 20Baht. Die einzige Bedingung war, dass wir auf dem Weg einen Blick in einen Herrenbekleidungsladen werfen sollten. Ich dachte mir, dass passt ja eh, weil ich noch eine typisch thailändische Leinenhose für die Tempelbesuche kaufen wollte.

Die Fahrt selbst war ein Abenteuer, keine Zweifel, aber der Ort, wo wir ankamen, ernüchternd. Nach dem Laden, der natürlich viel zu teuer war, wurden wir nämlich nicht wie erst gedacht an den Pier für öffentliche Taxiboote gebracht, sondern zu einem völlig überteuerten Privatsteg, wo sie einem private Tours auf Longtails andrehen wollten.

Also mussten wir schauen, dass wir zu Fuß zum richtigen Pier gelangten, den wir zusammen mit einer niederländischen Familie inklusive Kleinkind dann auch fanden.

Letzten Endes fand ich die ganze Aktion witzig, denn einmal muss man wohl einfach in Bangkok erfahren, wie es ist, von einem Tuk Tuk Fahrer verarscht zu werden.

Am richtigen Pier eingestiegen, erbot sich uns ein im Longtail-Taxiboat eine schöne Aussicht vom Fluss auf die unterschiedlichen Gebäude Bangkoks. Zwischen heruntergekommenen Barracken erheben sich riesige Hochhäuser, was teils sehr krass wirkt.

Angekommen am richtigen Pier aßen wir erstmal typisch thailändisch an einer der Garküchen etwas fried rice with chicken.

In den Palastanlagen von Wat Pho schließlich verbrachten wir sehr viel Zeit, da es so viel zu sehen gab. Im Nachhinein sogar zuviel Zeit, als wir später dann am Königspalast erfahren mussten, dass Touristen bereits ab 15:30Uhr der Eintritt in den Palast verwehrt wird.

Im Wat Pho selbst gab es überall riesige Pagoden und Paläste mit allen möglichen Stellungen des Buddhas zu sehen. Einmal ist es mir dann einfach so rausgerutscht und wir mussten beide lachen als ich meinte: „Buddha hier, Buddha da, überall dieselbe Figur, kann man nicht mal was anderes sehen?!“ … :P

Nachdem wir um den halben Grand Palace gewandert sind um vor einem geschlossenen Eingang zu enden, machten wir uns mit müden und geschafften Füßen völlig verschwitzt auf den Weg zurück zum Hotel. Die Taxis vor dem Palast verlangten überhöhte Preise und wir entfernten uns ein wenig bevor wir uns auf die Taxisuche begangen. Dort konnten wir den Preis dann von 200 auf 100 Baht herunterhandeln, für die 5 km eigentlich immer noch zu viel, aber angesichts des ewigen Staus zu dieser Abendstunde dann doch angemessen.

Im hotel schnell geduscht und umgezogen machten wir uns schon wieder auf den Weg zum Banyantree Hotel, auf dessen Spitze sich die legendäre Rooftop Bar namens „Vertigo & Moon Bar“ befand. Dorthin gelangten wir mit der BTS1 vom Siam Center aus.

Oben angekommen, hatten wir aber leider den Sonnenuntergang verpasst und es war sehr stürmisch, weswegen wir auf eine weitere offene Etage 5 Stockwerke darunter umsiedelten.

Der Wind legte sich dann aber ein wenig und wir genossen gute Cocktails über den Dächern Bangkoks.

Auf dem Weg zurück aßen wir im überdimensionalen Einkaufszentrum „MBT“ zu abend und ich kaufte mir noch eine neue micro-sd-card, da die meines Smartphones aus nicht begreiflichen Gründen mit einem Mal den Geist aufgegeben hatte.

Tags: Bangkok BTS Airport Link Golden Buddha Wat Pho Skylounge Moon Bar Vertigo

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