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23. März

Der Tag vor der Abreise
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Der Tag vor Der Abreise

Heute stand fast ausschließlich packen an. Und für mich natürlich, diese Website vorzubereiten! ;-)
Außerdem sind wir bereits um 21 Uhr ins Bett gegangen, da wir schon um 03Uhr morgens aufstehen mussten, da unser Flug bereits um 06 Uhr ging und wir schon anderthalb Stunden vorher da sein sollten.

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24. März

Ankunft in Antalya, Fahrt nach Alanya und Umgebungsbesichtigung
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Unser erster Tag in Alanya

Der Wecker klingelte viel zu früh. Um 03 Uhr nachts wurden wir aus unserem eh schon unruhigen Schlaf gerissen. Danach verlief alles erstmal reibungslos. Wir waren sogar zu früh am Flughafen und hatten noch genug Zeit im Zentralbereich nach Frühstück zu suchen. Im Flugzeug gab es aber auch nochmal reichlich. Frisch aufgebackene Semmeln mit vielerlei Aufstrich und Wurst, dazu 2 Getränke und einen Yoghurt. Da kann man nicht meckern. Und im Gegensatz zu unserem letzten Flug bei Iberia nach Teneriffa, ist Condor hier schon wesentlich besser. Es gab sogar eine große Auswahl an gratis Zeitschriften. Evtl. liegt das aber auch daran, dass die Türkei außerhalb der EU liegt und man dadurch einen besseren Service erhält, da der Flug nicht mehr als Charter durchgeht.
Am Flughafen wurde Ineke aber erstmal geschockt als ich ohne Probleme durch die Passkontrolle kam und sie erstmal zurückgeschickt wurde um sich - wie anscheinend alle Niederländer - ein Visum für EUR 15,- zu bezahlen.
Beim Baggageclaim war ich dann an der Reihe: Das Erkennungs und Verstärkungsband meines Koffers war verschwunden und ich hatte einen Riss in meinem Koffer. Mit sowas muss man wohl leben. Aber das sind ja nur Kleinigkeiten. Zum Glück erwarteten uns ansonsten keine größeren Schwierigkeiten.
Wir kamen sofort zu unserem Bus, der auch schon wenige Minuten später losfuhr. In unserem Hotel wurden wir sehr willkommen empfangen. Außer mit den leider sehr hartfederigen Betten sind wir auch mit dem Zimmer inkl. Meerblick bis dato sehr zufrieden.

Weiter schreibt Ineke:

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt haben, wollten wir unsere Gegend um das Hotel herum erkunden. Doch zunächst wurden wir von Ahmed aufgehalten, (NOT the dead terrorist) wie sich herausstellte unser Reiseleiter vor Ort. Der gab uns erst einmal wichtige Tipps für die Türkei. Unter anderem, dass wir unsere Pässe im Hotel lassen sollten, keine teuren Gegenstände mit an den Strand zu nehmen und immer zu handeln, auch in den normalen Geschäften. Parfum sollte man hier niemals kaufen, da ein duftendes zum testen angeboten wird, aber nur Wasser eingepackt wird. Danach fragte er uns, ob wir schon wüssten, was wir hier im Urlaub machen wollen und hatte auch gleich ein gutes Angebot für uns parat. Einen Tagesausflug nach Antalya mit einer „1001-Nacht-Show“ am Abend und all-inclusive-Dinner und non-alkolischen und alkoholischen Getränken. Dieses Angebot nahmen wir gleich an, eine schöne Stadt besichtigen und am Abend türkische Kultur kennenlernen schien uns beiden sehr toll zu sein.

Dann ging es aber auch ab zum Strand. Ein richtig schöner, sehr weit ausgedehnter Sandstrand. Das Wasser war zwar noch recht frisch, aber sollte warm genug sein um das eine oder andere Mal hinein zu hüpfen. Nach einiger Zeit in der Sonne, haben wir uns dann auf den Weg gemacht, die Läden an der Hauptstraße zu besichtigen und uns etwas zu trinken zu kaufen.

Gelandet sind wir dann aber erst mal beim Mc Donalds mit dem von Teneriffa gewohntem Softeis und freiem WLAN ;-) Kurz E-Mails gecheckt und dann musste doch endlich Wasser gefunden werden, da sich bei mir schon die Kopfschmerzen anbahnten. Wir haben zwar Wasser gefunden, aber leider war es schon zu spät und die Kopfschmerzen waren da. Im Hotelzimmer habe ich eine halbe Ibuprofen Tablette genommen und mich aufs Bett gelegt. Bevor wir zum Hotel gegangen sind, haben wir noch eine Touristeninformation aufgesucht und uns einen Stadtplan von Alanya und einige Broschüren geholt, u.a. auch einen Plan von Antalya für unseren Ausflug am Donnerstag. Zum Abendessen ging es mir viel besser und wir sind in das Restaurant, wo wir bereits tagsüber ein schönes Angebot vorgeschlagen bekommen hatten. Nach dem Essen gab es je einen Cocktail aufs Haus. Der enthielt zwar nicht viel Alkohol, war aber sehr fruchtig und erfrischend nach dem guten Essen. Philip nahm ein Steak, welches nicht besser sein konnte und ich entschied mich für Musakka, ein türkisches Gericht. Beides schmeckte ausgezeichnet.

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25. März

Tennis, Strandbesuch Nr.2,
gutes Mittagessen in Strandbar,
Bazar Gewusel,
Rückenschmerzen und ein mieses Abendessen
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Zweiter Tag

Im Urlaubsangebotspreis mit Hotel und Flug war auch das Frühstück dabei. Wir gönnten uns ein dementsprechend Reichhaltiges. Es gab nicht nur leckere türkische Brotsorten, sondern auch allerlei Aufstriche, Käsesorten und warme Speisen wie Eier und Omeletts zur Auswahl.
Am ersten Tag hatten wir bereits die nahe dem Strand gelegenen Tennisplätze aufgesucht, dort einen Platz für 10-11 Uhr gebucht, zu dem wir uns nun spurten mussten. Zu unseren Tennissachen haben wir gleich noch unsere Strandsachen mit eingepackt. Erst noch spät dran, sind wir dann aber doch noch rechtzeitig angekommen, mussten allerdings auf einem miesen Platz spielen, obwohl ein anderer Sandplatz, der viel besser aussah, frei gewesen wäre.

Am Strand wollte ich noch aufgeheizt vom Tennis sofort ins Wasser springen um mich abzukühlen. Ineke ist dann schließlich auch kurz reingekommen. Geschwommen ist sie allerdings nicht wirklich, da ihr die Wassertemperatur dann doch noch etwas zu niedrig war. Laut Vorhersage hatte das Meerwasser 18-19°C. Ich empfand es auch als kalt, aber nach 3 Minuten schwimmen hatte man sich daran gewöhnt. Leider war es am Strand und nach dem kalten Wasser durch den Wind zu kalt, um dort länger zu liegen, der Himmel war auch schon leicht mit Wolken zugezogen. Nachdem wir geduscht und uns wieder angezogen hatten, verspürten wir bereits wieder Hunger und sind erstmal nach Hause zum Umziehen.

Nach einer zweiten Dusche und in neuer Montur sind wir zum Mittagessen zur sehr gemütlichen Strandbar „Green Beach“ gegangen, die wir auf dem Weg zum Tennisplatz entdeckt hatten. Die Tuna Fisch Sandwiches für umgerechnet 7€ schmeckten wirklich sehr gut und waren fast zu viel für ein Mittagessen. Ich empfand leider wie schon morgens nach dem Aufstehen bemerkt, immer stärkere Rückenschmerzen im linken, oberen Schulterbereich.
Wie die anderen Gäste hatten wir uns für einen Tisch draußen entschieden. Nach dem Essen und durch die direkte Strandnähe war es aber doch sehr schnell kalt und windig im Restaurant, deshalb sind wir erstmal wieder zurück zum Hotel und haben uns ins Bett gekuschelt und am Laptop eine Folge Game of Thrones geschaut. Inzwischen waren meine Rückenschmerzen im Liegen noch stärker geworden und ich bat Ineke, an der Stelle meines Schmerzes ein wenig mit dem Daumen zu drücken und zu massieren. Das half leider nur so lange, wie ich Ihre Hände an meinem Rücken spürte.
Da wir nochmal loswollten um uns einen typisches Marktgeschehen anzusehen, ging unser erster Gang zur Apotheke und ich kaufte mir für 30 Lira Schmerzmittel und eine Salbe. Die Rückenschmerzen waren jetzt schon so stark, dass ich manche Bewegungen gar nicht mehr ausführen wollte, um bloß keine zu starken Schmerzen zu haben. Ineke schmierte mir noch vor Ort an der Straße auf einer Parkbank die Salbe neben mein linkes Schulterblatt ein. Im Stehen und ohne Rucksack waren die Schmerzen noch am besten auszuhalten.

Wir sind dann durch einige belebte Straßen hoch zum Bazar gelaufen, haben dort ein wenig das Markttreiben beobachtet, was doch noch wie in alten Zeiten schien. Hier und da schrie ein Verkäufer irgendetwas auf türkisch und am nächsten Stand plapperte schon der nächste Verkäufer wie verrückt auf potentielle Kunden ein. Wir kauften einige dieser Mini-Bananen, die wirklich extrem süß waren und ganz anders, nein, einfach viel besser schmeckten als Bananen, die man in Deutschland bekommt. Nach ein paar Fotos haben wir noch eine Feile für Ineke gekauft und uns geschworen, beim nächsten Bazar oder Markt auch wirklich zu handeln, so wie es hier üblich ist.
Als wir die Straßen wieder herunterliefen, machten wir uns mal wieder über den arg verrückten Straßenverkehr lustig. So wie die hier teilweise fahren, hätte es in Deutschland längst zig Unfälle gegeben.

Auf dem Rückweg zum Hotel wollten wir auch noch ein Restaurant zum Abendessen suchen und haben immer wieder angehalten um die Menüs zu checken. Statt in einem Restaurant sind wir dann aber erstmal auf einen der zahlreichen Kleiderläden angesprungen und haben uns beide in ein wunderschönes, rotes Abendkleid für Ineke verliebt. Während sie es anprobierte, konnte ich es von 90 auf 50 Lira herunterhandeln, was ein guter Preis schien (ca. EUR 17,-).
Zum Dinner sind wir dann im M’Ocean Hotel hängen geblieben, da die Räume und die Livemusik sehr einladend wirkten. Wir hatten Lust auf Pizza. Ineke nahm Prosciutto und ich Hawaii. Das Restaurant war aber offensichtlich nicht auf Pizzen spezialisiert, wie wir unlängst am Geschmack der flachen Scheiben erkennen mussten. Der Schinken war knallpink und süß, der Käse kein echter Mozarella und die Ananas war noch hart, als ob sie sie erst nach dem Backen drauf getan hätten. Fast ungenießbar. Die Live Musik war auch nicht der Kracher, da hätten wir einige Lieder selbst besser singen können, so falsch wie der Kerl englische Wörter aussprach. Einzig die türkischen Lieder klangen einigermaßen korrekt vom Ton her. Meine Rückenschmerzen waren auf dem ungemütlichen Stuhl auch nicht unbedingt besser geworden. Für mich also insgesamt ein rundum beschissenes Dinner bis dato. Nichts wie weg von hier dachte ich mir.

Auf dem Zimmer hat mich die Ineke nochmals liebevoll eingeschmiert und massiert, sodass ich dann sofort eingeschlafen bin, und Ineke hat noch gechattet und den Blog von Montag fertig geschrieben und die Notizen für Dienstag gemacht.
Der Plan noch wegzugehen, fiel damit natürlich auch ins Wasser, da ich eh viel zu fertig war.
Nachts regnete es kurz und wie schon in der letzten Nacht wurden wir ca. um 3 Uhr von dem Allah-Gesang des Minaretts aus dem Schlaf gerissen. (tss, Gesang! Was rede ich da? Das ist viel mehr ein Folter-Geschrei.) Für mich war es aufgrund meiner Schmerzen eine allgemein sehr unruhige Nacht, da ich auch noch 2 Mal aufwachte.

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26. März

Tennis
Herumtollen in den Wellen
Wanderung zur Burg
abends verrücktes Abendessen
Zimmerwechsel noch nicht möglich
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Tag 3

Am Mittwochmorgen und unserem dritten Tag in Alanya waren wir dieses Mal etwas früher beim Frühstück. Das Frühstück war nicht ganz so langlebig wie am Vortag und dennoch befanden wir uns auf dem Weg zum Tennisplatz trotzdem wieder etwas in Eile um nicht zu spät zu dem vom Vortag bereits bezahlten und gebuchten besserem Platz zu kommen. Heute ging das Tennis schon besser, aber kein Wunder auf diesem Platz mit richtigen Linien. :P
Danach gings direkt wieder auf unser Hotelzimmer, denn heute war etwas mehr geplant. Wir wollten ganz hoch auf die Burg wandern um an diesem herrlichen Tag einige sonnige Aussicht über die Küste genießen zu können, bevor nachmittags wie schon gestern eine leicht diesige Sicht weiter oben die gute Fotos verderben könnte.

Frisch geduscht und mit einem vollgepackten Rucksack haben wir uns auf die Suche nach dem richtigen Aufstieg gemacht. Auf dem Weg zur Straße nach oben wurden wir anscheinend mehrfach von Taxifahrern als Wanderer erkannt und darauf angesprochen, ob wir nicht hochgefahren werden wollten, es seien ja immerhin 5km nach oben! Bei den Worten 5km nickten wir uns einstimmig zu und mussten dem Taxifahrer gestehen, dass das kaum 5km sein konnten und selbst wenn, 5km sei wohl nicht gerade weit.

Auf dem Weg zur Zitadelle hoch wurde uns dann aber doch schneller warm als gedacht, so stark, wie die Sonne jetzt ohne den Wind auf unsere Köpfe herunterbrannte.

Weiter oben wurde es allerdings wieder windiger und wir haben immer wieder unsere Pullijacken an und ausgezogen. Gut war, dass es für Fußgänger einige Abkürzungen querfeldein gab.

Oben angelangt erwartete uns erstmal eine Moschee, in die wir auch barfuß eintraten und die gläubigen Muslime beim Beten sehen konnten. Weiter ging es zum Eingang der antiken Burgmauern, wo man erstmal Eintritt zahlen musste. Drinnen haben wir dann natürlich an allen möglichen Aussichtsstellen gegenseitig Fotos mit der Spiegelreflex geschossen. Dazu am besten die Fotos anschauen! Auf einer Bank haben wir dort auch unsere vom Frühstück noch eingepackten Sandwiches gegessen.

Auf dem Weg nach unten hielten wir bei einem Café mit sehr schönem Ausblick und großen Panoramafenster über die Ostseite von Alanya an, um ein Eis zu bestellen. Leider war das Eis nicht wie bestellt, wir hatten nach Zitrone gefragt, was bejaht wurde und erhielten dann ohne Nachfrage ein völlig anderes Eis. Beim Zahlen gab es dafür natürlich auch kein Trinkgeld. Frechheit, sowas!

Richtung Turm und Hafen ging es weiter bergab, aber bis zum Hafen oder noch im Café musste ich scheinbar mein neues größeres ansteckbares Okular, welches als Sucheraufsatz meiner Spiegelreflexkamera fungierte, verloren haben. Ich bin nochmal ein Stück nach oben gelaufen, aber nicht allzu weit, denn die 2 Euro, die mich der Ebay-Kauf gekostet hat, war es nicht wirklich wert.

Ineke ist dabei unten am Hafen geblieben, da sie plötzlich eine schmerzhafte Blase am rechten Fuß bemerkte. 10 Minuten später war ich wieder unten, wir haben dann noch einige schöne Fotos am Hafen geschossen. Auch auf der Ostseite von Alanya gab es eine sehr schöne Promenade, die man einmal gesehen haben musste. Direkt an der Promenade befanden sich auch die 2 größten Clubs, darunter der Robin Hood Club, der aber laut Internet und Reiseführerbeschreibungen als verpönt gilt, da der Männeranteil größer als 80% sein soll und rüpelhaftes Verhalten vorprogrammiert sei.

Wieder stadteinwärts hat mich der Duft von Fleisch zu einem kleinen Dönerstand gelockt, wo ich einen sehr guten, wenn auch dünnen Döner Dürüm für sage und schreibe umgerechnet 90cent essen konnte. Aufs Haus gab es oben drein auch noch 2 Tassen türkisches Tee für uns. Sehr aufmerksam.^^ Und wohl auch geschäftlich gesehen sehr schlau. 2 weitere Personen haben sich nur 2 Minuten, nachdem wir uns hingesetzt haben, ebenfalls für einen Döner angestellt.

Gestärkt vom Döner habe ich mich erstmal in einem typischen Kleiderladen für gefälschte Waren für einen Polo-Pullover entschieden. Wir haben uns auf 10€ geeinigt. Ein fairer Preis für gefälschte Qualitätsware! :D

Nächster Stopp war das Schuhgeschäft, bei dem unbedingt neue Schuhe für Inekes geschwächte Füße hermussten. Neue luftige Sneaker-Ballerinas waren genau das richtige nach einem langen Tag in klobigen Wanderstiefeln. Doch zu dem Automatikgürtel des deutschen Geschäftsinhabers von dieser Ladenneueröffnung ließ ich mich dann doch nicht überreden, auch wenn ich noch so auf neue Technik abfahre.

20 Minuten brauchten wir bis nach Hause. Unten an der Rezeption haben wir nochmal bezüglich des schlechten Bettes mit den stacheligen, äußerst spürbaren Federn nachgefragt, und ob sie uns denn keine neue Matratze geben könnten. Die nette Dame von der Rezeption meinte daraufhin, dass kürzlich erst in allen Zimmern alle Matratzen durch Neue ausgewechselt wurden und ich erwiderte nur, dass die aus unserem Zimmer mit 100 prozentiger Sicherheit keine neue Matratze sei. Und, dass es wahrscheinlicher wäre, dass Ineke Xena sei, da sie im Gegensatz zu mir die letzten Nächte schmerzfrei überlebt hatte. Nein, letzteres habe ich nicht gesagt, aber sie hat es dann vermerkt.

Oben im Hotelzimmer haben wir uns zum Ausgehen fertig gemacht. Ineke zog ihr wundervolles neues Kleid an, indem sie wirklich wie eine Göttin aussieht. (siehe Bilder) Ich habe mir eine Anzughose mit dem neuen roten Hemd meiner Mum angezogen, und dann haben wir erstmal ein Foto von uns zweien gemacht.

Im selben Moment hat unser Zimmertelefon geklingelt und die Dame der Rezeption war dran. Sie meinte, dass sie zwar so kurzfristig keine neue Matratze auftreiben könne, aber dass wir morgen früh in ein neues Zimmer wechseln könnten. Das klang doch schon mal ganz gut und wir willigten ein.

Wie schon erwähnt, wollten wir ja eigentlich in einen Club feiern gehen, doch der auserkorene und aus einer Internetseite von Alanya hochgelobte Havanna Club schien weiter weg als erwartet. Zudem wurde die Straße am Meer mit ansteigender Entfernung immer leerer. Wir dachten auf dem Weg zum Club auch ein geeignetes neues Restaurant zu finden, doch auch die immer weniger werdenden noch geöffneten Restaurants waren wie ausgestorben und wirkten daher auch etwas ungemütlich.

Also haben wir Kehrt gemacht und sind wieder zurück, aber auf der Parallelstraße. Außerdem konnte der Club bei dieser gähnenden Leere kaum geöffnet haben, was sich uns am Tag darauf auch bestätigt wurde. Und zu den verpönten Clubs am anderen Stadtende zu gehen, hatten wir jetzt auch keine Lust mehr.

Fast bei uns um die Ecke, aber eben eine Straße weiter hinten, sind wir dann auf das „Haikin Baari“ gestoßen, ein sehr uriges Restaurant mit Karaoke Musik und sehr günstig, aber trotzdem gut. Alles war etwas ausgefallen, nicht nur die Teller und die Cocktails, sondern auch der Kellner war seltsam angezogen mit einer Frisur wie ein Freak, aber er war sehr nett und es waren hauptsächlich Skandinavier zu Gast. Nach dem Essen bestand der witzige Ober darauf, erst ein Foto von uns zu machen, wo wir die Hand halten und nach dem ersten Cocktail auf eins, wo wir uns küssten. War aber dann doch ganz nach unserem Geschmack! ;-)

Durch Zufall haben wieder zurück im Hotel an der Rezeption erfahren, dass unser Ausflug nach Antalya morgen früh doch schon eine Stunde früher losgehen sollte. Etwas seltsam wie wir fanden, denn wären wir nicht nochmal an der Rezeption vorbei, hätten wir das womöglich nicht mehr rechtzeitig mitbekommen, da wir morgen früh noch erstmal an den Strand zu gehen vorhatten.

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27. März

In der Früh zum Meer
dann die Busfahrt nach Antalya
- stellte sich jedoch als Kaffeefahrt heraus
und Abendshow auch nicht so der Burner
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Tag 4

Morgens konnten wir wieder in der Sonne im lichtdurchfluteten Restaurantvorraum von unserem Hotel lange frühstücken. Für die anstehende Fahrt nach Antalya und weil dort nur ein kleiner Imbiss vor dem Abendessen dabei ist, haben wir uns wieder Sandwiches geschmiert.
Nach dem Frühstück haben wir dann nochmal an der Rezeption gefragt, ob denn nun ein Zimmerwechsel zwecks des miesen Betts möglich sei. Wir wurden aber erneut auf heute Abend vertröstet und haben wieder ohne Widerworte eingewilligt.
Jetzt blieb noch eine Stunde Zeit, daher sind wir nochmal zum Strand um uns zu sonnen. Dieses Mal haben wir uns gar nicht eingecremt, da wir ja sowieso nicht so lange blieben und es noch früh war, wo die Sonne noch nicht so heiß sein konnte. Zurück im Zimmer habe ich mich dann aber trotzdem nochmal vor dem Umziehen geduscht.
Die Abfahrt war pünktlich um 10:55, wir wurden sogar im Zimmer 5 Minuten vorher angerufen, dass der Bus schon wartet.

Im Bus hat uns unser türkischer Reiseführer Baykal für den heutigen Tag einiges über die Türkei, die Türken, das Leben, die Preise und den heutigen Tagesablauf erzählt.

Unser erster Stopp sollte eine Goldfabrik und das gleichzeitig zweitgrößte Schmuckhaus der Welt werden.

Als wir ankamen gab es eine Hauseigene kurze Einführung und dann bekam jeder einen eigenen Verkäufer zugeteilt. Wir kamen uns dann schon etwas fehl am Platz vor, zumal wir nur einfache Studenten waren. Erste Gedanken, ob das nun eine Kaffeefahrt werden könnte, kamen hoch.
Alles war extrem prunkvoll, man durfte keine Fotos schießen und immer wieder, wenn wir uns ein Schmuckstück anschauten, ging der Verkäufer auf uns zu. Da wir nichts mit der sinnlosen Zeit von 50 Minuten in diesem Schmuckhaus anzufangen wussten, gingen wir schließlich doch auf ihn ein und stellten ihm ein paar Fragen. Auf die Frage, was denn das billigste und welches das Teuerste Schmuckstück zu verkaufen bzw. zu sehen sei, wurde uns lediglich entgegnet, dass dieses natürlich im hauseigenen Tresor lagern würde. Eine eigentlich einfache und plausible Frage – wie ich finde - und dennoch konnte er sie nicht beantworten. Dann wurden wir weg vom Weißgold zum Silberschmuck geführt, wie die meisten anderen auch und es wurden uns extrem günstige Schmuckstücke unter 100€ gezeigt wie einfache dünne Kettchen. Aber er musste wohl doch bald erkennen, dass wir hier nichts kaufen würden.

Als es endlich weiterging, hörten wir zu unserer Freude, dass der nächste Stopp der schönste Wasserfall in der Antalya Gegend sei und wir dort vorher noch einen Sesamring bekommen würden, ein typischer, türkischer Mittagsschmaus. Es stellte sich heraus, dass dieser traumhafte Ort wahrlich ein Paradies ist. Das sieht man auch an den Fotos. Wir haben zig, gute Fotos von uns beiden geschossen, es wurde beinahe zu einem Fotoshooting und wir konnten gar nicht mehr aufhören mit Fotografieren, da war die Zeit schon fast wieder um. Wir ärgerten uns, denn hätten wir in dem doofen Schmuckladen nicht so viel Zeit verplempert, hätten wir hier im botanischen Garten wesentlich mehr sehen können. Es gab nicht nur den Wasserfall zu sehen, aber da die Zeit kurz war, konnten wir nur die kleine Runde gehen um pünktlich wieder am Bus zu sein. An einem kleinen Ständchen kurz vorm Eingang kauften wir noch schnell ein Glaskettchen eines Glasbläsers, welches zu Inekes Haarfarbe passt.

Zurück im Bus erfuhren wir – noch genervt vom viel zu kurzen Aufenthalt in diesem botanisch wunderschönen Naturschutzgebiet – dass wir als nächsten Stopp schon wieder einen einstündigen Werbebesuch in einer Lederfabrik anvisierten. Voll genervt stellte sich dann aber anfangs heraus, dass es doch ganz lustig werden sollte. Als Einführung ihrer modischen Lederkleidungsstücke gab es erstmal eine kleine Modeshow auf dem hauseigenen Laufsteg, ganz professionell mit Musikuntermalung und Lichtspiel. Im Anschluss durften auch einige Gäste vorausgesuchte Kleidungstücke einmal anziehen und damit rauf- und runter laufen. Ineke machte dabei – wie erwartet – eine gute Figur, aber der für sie ausgesuchte Mantel gefiel ihr weniger. Nach der Show wurden wir direkt in den Laden geführt. Wieder stand für beinahe jeden Buspassagier ein eigener Verkäufer zur Verfügung. Ich bin erstmal durch den Laden und habe mir nur die Preisschilder angeschaut. € 1299 €1799,- €1599 usw… Sofort kam der Verkäufer zu mir gelaufen, als er mein von den Preisen schockiertes Gesicht sah und wollte mich aufklären. Ungläubig schaute ich ihn an und er meinte, dass dies nur die Endpreise für die Endkunden seien, man sich hier allerdings auf die Fabrik- bzw. manchmal sogar Herstellungspreise einigen könne. Er meinte sich gut in uns als Studenten hineinversetzen zu können und lockte uns direkt mit Lederjacken, die uns wirklich ausgezeichnet standen. Ich hätte nicht geglaubt, dass mir eine Lederjacke so gut stehen könnte. Er war wirklich ein guter Verkäufer. Im fortgeschrittenen Verkaufsgespräch, schon viel weiter unten auf der Preisskala, irgendwo bei 600€ erklärte er uns, dass er mit diesem unglaublich guten Preis nicht nur uns als Kunden gewinnen wolle – sondern durch Mundpropaganda – auch unsere Verwandten, Freunde und Freundesfreunde. Wir blieben hart und immer wieder gab es ein kühles Nein für ihn. Beim Anblick im Spiegel war ich teilweise wirklich kurz davor, meinen Dad anzurufen, da ich mich erinnerte, wie er mal erwähnte, mit mir irgendwann eine richtige Lederjacke zu kaufen. Dies schien mir der richtige Augenblick, aber dann kam ich doch immer wieder zu dem Gedanken, dass ich doch überhaupt keine neue Jacke brauchen würde. Es sei reiner Luxus. Welches Argument er auch brachte, wir blieben hart, er wich auch immer wieder auf Ineke aus und wollte uns Gemeinschaftspreise machen, doch am Ende musste er einsehen, dass auch mit dem Materialpreis von nur 200€ nichts bei uns zu machen sei.

Froh, nochmal ohne aufgeschwätztes Leder davongekommen zu sein, ging es endlich nach Antalya. Nächster Stopp: Die Altstadt. Endlich wieder etwas Angenehmes und Unanstrengendes, wie wir dachten. Doch die Weiterfahrt erübrigte sich durch den Abendstau als gemächlich und unser Bus erreichte das Parkhaus der Antalya Altstadt später als gedacht, genau gesagt 30 Minuten später, wodurch uns für die Altstadt insgesamt nur noch 30 Minuten Aufenthaltszeit blieben, bevor wir pünktlich zur Show und dem Dinner aufbrechen mussten. Viel zu kurz und schlecht durchgeplant wie wir fanden. Außerdem hätte das Dinner ruhig später anfangen können, so früh wie wir dann wieder aufgebrochen sind. In der Stadt sind wir nicht weit gekommen, 3 Marktstraßen entlang, 2 Geschäfte und ein Wasser im Supermarkt, noch einen kurzen Blick auf den Hafen und das war es auch schon.

Zur Halle im Industriegelände mit der 1001-Nacht-Show waren es nur 10 Minuten Fahrtzeit und die Show begann schon nach 5 Minuten, als wir auf unseren Plätzen am Tisch unseres Busses saßen. Es war einer Massenabfertigung sondergleichen. Schätzungsweise waren das mindestens Gäste von 30-40 Bussen, die hier saßen. Lieblos gedeckt mit 2,5-liter-Plastik-Softdrinkflaschen in der Mitte der Tische, bekam jeder Gast dasselbe Gericht. Ein völlig aufgeweichtes Hähnchen, das mindestens 3 Stunden im Topf gegart wurde. Noch nie zuvor in meinem Leben aß ich ein so weiches Hähnchen. Vom Geschmack ganz ok, aber echt ZU weich. Während die Show in vollem Gang lief, liefen die Bier-Kellner um einen herum und plärrten immer wieder aus heiterem Himmel ganz laut „BIERRR!“ hinter einem. Meistens wenn man es nicht ahnte und während man gerade einen Bissen zu sich nahm. Einmal verschluckte ich mich beinahe. Das war aber auch das einzige was sie austeilten. Tolles All-inclusive-Dinner dachten wir uns. Da sind wir wohl ordentlich verarscht worden. Es gab ja nicht einmal ein einziges Alternativgericht zur Auswahl. Und nur das Bier schien hier all-inclusive. Weiß und Rotwein gab es je eine Flasche pro Tisch und eben die Softdrinks. Die Bauchtänzerinnen waren leider auch etwas enttäuschend. Die Volkstänze im Anschluss schienen komisch, sie waren zwar synchron aber erforderten unseres Erachtens nicht allzu viel Können. Es schien mehr wie ein Herumgehampel und -gespringe, die Männer fuchtelten mit kleinen Tüchern und die Frauen mit Großen. Der einzig gute Tänzer kam nach dem zweiten Anlauf der Bauchtänzerinnen. Es war wohl eine Art Gag, denn wie die meisten Gäste brachen wir ebenfalls in schallendes Gelächter aus als wir diese Art transsexuelle Gestalt bei einem Bauchtanz nach dem anderen zusahen. Er wirkte abstoßend auf mich, aber tanzen konnte er! ;-)

Die Rückfahrt war länger als gedacht und wir waren todmüde, als wir endlich ankamen. Demnach wollten wir auch endlich ein gutes Bett haben und wie mehrfach versichert, bekamen wir nun auch endlich die Möglichkeit eines Zimmerwechsels. Uns wurden die Schlüssel des neuen Zimmers in die Hand gedrückt.

Im neuen Zimmer mussten wir feststellen, dass dort nur 2 Einzelbetten standen, daweil hatten wir doch ausdrücklich betont, dass wir auf jeden Fall wieder ein Doppelbett wollten, da wir nicht so die Ritzenfans waren.

Also nochmal zur Rezeption und noch ein neues Zimmer. Endlich passte es, zwar gingen hier wieder einige Lichter nicht, die Duschbrause fiel immer herunter und man hörte die Wasserpumpe, aber Hauptsache ein gutes Bett mit einer gemütlichen Matratze.

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28. März

gemütlicher, erholsamer Strandtag
mit morgendlichem Tennis
und feinem Abendessen
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Tag 5

Auf Grund von morgendlichen Vergnügungsaktivitäten waren wir heute etwas später dran mit dem Frühstück, tischten wie immer auf und aßen gemütlich in der Sonne am Fenster.

Für heute hatten wir keinen Tennisplatz gebucht, aber als wir an der Tennisanlage ankamen, war der bessere Platz noch frei und wir konnten sofort spielen.
Fünf Minuten nach 11 Uhr kam jedoch eine Gruppe Deutscher und meinte, SIE hätten den Platz doch extra für 11 Uhr gebucht gehabt. Der Platzwart entschuldigte sich bei uns und erklärte, dass wir erst wieder um 12 Uhr spielen könnten. Da ist wohl etwas in seinem "Automatikbuchungssystem" schief gelaufen. Jedes Mal als wir gebucht hatten, hatten wir uns schon gewundert, warum er denn nichts aufschrieb und als Philip letztes Mal nachgefragt hat, ob wir denn dann auch ganz sicher zu vereinbarter Zeit spielen könnten, entgegnete er immer nur in einem französischen Akzent "Automatique, Automatique System!" und klopfte sich dabei mit dem Finger an seine Stirn". Scheinbar funktionierte sein Automatikbuchungshirn aufs Alter hin doch nicht mehr so zuverlässig.

Wir entschlossen uns des schönen Wetters wegen ein Eis und einige Postkarten zu kaufen, die am Eingang hingen. Am Brunnen konnten wir uns in eine romantische Hollywoodschaukel setzen um unser Eis zu genießen. Bis 12 Uhr haben wir die Zeit noch mit Tischtennis verbracht. Die Schläger hatten wir in unserem Rucksack dabei, da wir beim ersten Mal Tennis schon gesehen haben, dass in der Nähe eine Tischtennisplatte mit Netz steht. Die Tischtennisschläger und Bälle sind noch dieselben, die wir auf Teneriffa gekauft hatten.

Um 12 Uhr konnten wir dann endlich eine Stunde Tennis spielen und haben uns auch das erste Mal gewagt, Aufschläge zu üben, was aus der Halle ins Freie immer eine Umstellung ist.

In der Früh hatten wir noch überlegt, ob wir nach dem Tennis zu einem Fluss fahren und dort wandern sollen. Das hatte uns uns der Mann in der Touristeninfo am ersten Tag vorgeschlagen. Doch nach dem Tennis und bei dem herrlichen Sonnenschein, haben wir uns doch dafür entschlossen, einen gechillten Strandtag einzulegen. Vielleicht gehen wir morgen wandern. Philip ist wieder ins Wasser und ich bin nur bisschen mit den Beinen zum Abkühlen hinein. Nachdem wir einige Zeit dort lagen, hat mich Philip liebevoll mit sonnencreme eingeschmiert, da ich doch schon einen leichten Rotschimmer auf den Armen hatte. Erst spät sind wir wieder ins Hotel gegangen, um unser in der Früh geschmiertes Mittagessen zu essen, da wir am Strand nur Bananen und ein Corny-Müsliriegel zu uns genommen hatten.

Am Abend sind wir ins Kilim Restaurant vom ersten Tag und Philip nahm typisch türkische Adana Spieße und ich Meatballs. Danach zusätzlich noch ein Knoblauchbrot und als Nachtisch Baklava, da die Portion vom Essen dieses Mal etwas klein ausfiel. Nach dem Essen gab es natürlich wieder, wie bei unserem ersten Besuch schon, Campari Orange Cocktails aufs Haus! ;-)

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29. März

Das Beste machen
aus einem regnerischen Tag
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Letzter Tag

An unserem letzten Tag machten wir die Vorhänge auf und mussten feststellen, dass heute nicht so ein schöner Tag ist. Also haben wir in Ruhe gefrühstückt und überlegt, was wir an so einem miesen Tag machen sollten. Während dem Frühstück sind die Wolken zwar ein wenig weggezogen und wir haben uns wieder Sandwiches geschmiert und heimlich in die Tupperboxen weggepackt, doch als wir auf dem Zimmer waren, hat es kurz angefangen zu geregnet. Als dann die Wolken am Strand weggezogen sind und die Sonne wieder da war, haben wir uns entschieden, doch noch Tennis zu spielen und nicht wandern zu gehen, weil noch Wolken in den Bergen zu sehen waren. Bevor wir zum Tennis sind, habe ich noch in einem kleinen Laden einige Armbänder in verschiedenen Farben gekauft, die unter anderem eine Perle hatten mit einem Auge, welches wir schon häufiger in der Türkei gesehen hatten. Diese blauen Augen sind eigentlich sogenannte Nazar-Amulette und in einigen orientalischen Ländern verbreitete blaue, augenförmige Amulette, die gemäß dem Volksglauben den Bösen Blick abwenden sollen. Ein paar dieser Armbänder wollte ich als kleines Mitbringsel für Freunde und Verwandte kaufen.

Nach dem Tennis sind wir wieder an den Strand und haben dort unser Sandwich gegessen. Irgendwann meinte Philip, es sei gar nicht gut, was wir hier machen, bei strahlender Sonne mit ein wenig Wind am Strand liegen, ohne eingeschmiert zu sein. Deswegen schmierten wir uns schnellstmöglich ein. Wir wunderten uns, warum die Leute um uns rum so blöd schauten, doch irgendwann haben wir uns dann auch umgedreht und festgestellt, dass die dunkelsten Wolken im Anmarsch sind und das Einschmieren völlig unnötig war.

Die dunklen Wolken kamen immer näher und so beschlossen wir zurück zum Hotel zu gehen. Genau rechtzeitig wie wir feststellten, fünf Minuten später fing es an zu regnen und sogar zu hageln. Auf dem Zimmer haben wir erst mal versucht kiloweise Sonnencreme von unseren Körpern zu schrubben. Hat nicht ganz optimal funktioniert, wir fühlten uns danach immer noch ein wenig klebrig.

Die Zeit während dem Regen bis zur Abendessenszeit verbrachten wir mit TV oder Serien auf dem Laptop.

Irgendwann war es doch noch trocken und wir gingen aus dem Hotel, um erst noch eine kleine Shoppingtour zu machen und dann Abend zu essen. Als erstes kamen wir in einen Laden, in dem ich nach schönen Schals und Tücher schauen wollte. In einer Ecke lagen viele schöne Loop-Schaals. Für mich habe ich einen Blau-Schwarz-Weißen Schaal gefunden, der mir sehr gefiel, für die Steffi habe ich einen rot gemusterten Schaal genommen und Philip habe ich einen schwarz-weiß gemusterten Schaal gekauft. Für die drei Schaals zusammen, konnte Philip wieder den Preis etwas runterhandeln, obwohl der Verkäufer zuerst meinte, dass alles Festpreise seien. Nächster Stopp war ein kleiner Supermarkt, der ganz viel Obst und Gemüse hatte. Wir überlegten uns, ob wir für den Rückflug morgen etwas mitnehmen sollten. Als wir die roten Erdbeeren sahen, fragten wir uns, ob diese schon schmeckten. Nachdem der Verkäufer meinte „Test, test!“, probierte Philip eine Erdbeere und bezeichnete sie als köstlich. Wir füllten eine Tüte mit so vielen Erdbeeren, wie wir dachten, dass in eine unserer Tupperboxen passte, plus einige extra als Nachtisch später im Hotel. Im Supermarkt gegenüber kauften wir noch ein Brot, welches wir mit vom Frühstück mitgenommenem Nutella und Käse belegen wollten. Als wir dann doch immer mehr Hunger bekamen, sind wir wieder auf die Hauptstraße und schauten in welches Restaurant wir gehen könnten. Ist um diese Saisonzeit noch nicht so einfach, weil wir eigentlich in ein Restaurant wollten, in dem schon andere Gäste sitzen und wir nicht alleine Essen mussten. Auf dem Weg zu irgendeinem Restaurant, kamen wir noch an einem Kleidungsgeschäft vorbei und nach kurzem Überlegen sind wir rein, da Philip noch nach Pullis schauen wollte. Drinnen waren drei Jungs grad dabei, angekommene Ware zu sortieren. Der ganze Boden war voll gestapelt von T-Shirts und Hemden. Drinnen wurden wir gleich belagert und ein T-Shirt nach dem anderen wurde uns gezeigt. Philip fragte mich, ob ich glaube, dass ihm diese neumodischen T-Shirts mit großem Ausschnitt stehen würden und ich bejahte dies. Nach dem gefühlten 20.ten T-Shirt mit riesen Schrift oder einer großen Flagge drauf, hielt uns der Verkäufer ein grünes T-Shirt mit schlichtem Bild eines Adlers als Aufdruck unter die Nase und dieses gefiel uns beiden auf Anhieb. Als wir nach dem Preis fragten, druckste der Verkäufer ein wenig herum und meinte nur, er macht uns einen guten Preis, je nachdem wie viel wir nehmen. Philip schaute dann auch noch, ob es schöne Trainingsjacken gibt, aber die waren alle viel zu dick. Ein Junge zeigte ihm noch eine richtig schöne Bomberjacke. Mir gefiel sie sehr und Philip natürlich auch. Anprobiert wurde die Jacke in armygrün und in schwarz. Mir gefiel die Army Farbe besser und Philip schlug sich auf meine Seite. Als Philip meinte, dass er nicht mehr als das T-Shirt und die Jacke wolle, setzten wir uns auf die Couch dem Verkäufer gegenüber und der fing wie wild an, in seinen Taschenrechner zu tippen und auf uns einzureden, dass er uns einen guten Preis macht, blabla. Den ersten Preis akzeptierten wir überhaupt nicht, der war maßlos übertrieben. Nach einigen Preissenkungen meinte der Verkäufer, dass er nicht unter den Einkaufspreis gehen kann und nannte uns einen grad noch akzeptablen Preis für beides zusammen. Nach einer Besprechung zwischen mir und Philip, hat sich Philip entschlossen, beides zu kaufen. Gezahlt wurde in Lira und Euros, da wir am letzten Tag nicht mehr genügend Lira hatten. Rückgeld vom Euro bekamen wir in Lira, mit dem wir dann im Restaurant zahlen konnten. Jetzt hieß es aber schnellstmöglich eine Essensmöglichkeit finden, mein Magen knurrte schon ganz wild. Wir sind dann in die Straße gegangen vom Restaurant vom ersten Tag und von gestern, dort haben wir aber nichts gefunden. Wir sind dann zurück zum doch sehr guten Elite Restaurant, wo wir bereits mal auf die Karte geschaut hatten. Als Vorspeise gab es wie üblich ein Brot mit zwei Dips auf Haus, ich hatte ein Chicken Hawaii und Philip eine Pizza Texas, aber statt mit Würstchen mit Salami. Beides war richtig gut, mir war es zwar zu viel, aber besser als zu wenig. Zum Abschluss vom Urlaub noch ein gutes Abendessen gehabt.

Im Hotel haben wir dann schnell unsere Koffer gepackt, Wecker gestellt und gehofft, dass auch der Busfahrer weiß, dass die Uhren in der Türkei einen Tag später umgestellt werden.

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30. März

Ab nach Hause
Ausführlicher

Rückflug

Um 03:40 Uhr fälschlicherweise aufgewacht wegen zur Sicherheit gestelltem Wecker

Um 04:15 Uhr dummerweise von dem Typ der Nachtwache der Hotelrezeption herausgerissen worden durch Schockreaktion, dass Bus schon da sei.

Um 04:40Uhr nochmal aufgestanden, dann um 05:10 Uhr erneut angerufen worden, dass Bus nun wirklich da sei, waren dann auch fast fertig.

Nach ewig vielen Hotels mit überfetteten Leuten nach 2,5h am Flughafen angekommen um 07:45Uhr, also 2h vor Abflug

Im Flugzeug als Essen nur ein trockenes Brötchen mit Käse und einen kleinen Becher Wasser bekommen. Für mehr musste man einen Euro zahlen.
Überpünktlich, 20min zu früh, gelandet. Gate noch belegt, mussten 5 Minuten warten.

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