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04.04.2015

Lange ausschlafen war heute nicht, obwohl wir erst spät ins Bett gegangen sind, nachdem wir fleißig am Blog gearbeitet haben und draußen auf den Straßen viel Lärm und Musik war. Die Musik war nämlich in der Früh erneut zu hören und das in der Form von basslastigen Ansagen aus vorbeifahrenden Autos. Es handelt sich dabei wohl oft um Ankündigungen und Werbung für Parties oder das nächste zum Thai-Boxing-Event.

Zum Frühstück gab es die gestern gekauften, kleinen, aber sehr leckeren Bananen, zusammen mit Tee, aufgebrüht mit Hilfe des Tauchsieders, den wir von Philips Großmutter ausgeliehen bekamen. Auch meine Elektrolytlösung durfte nicht fehlen.(Frubiase Sport Orange, da ist alles drin :P).

Unser heutiges Tagesziel ist der Tiger Cave Tempel nördlich von Krabi. Da ich mich im Internet über den Transport dorthin informiert habe, wussten wir bereits, dass die Miete eines Rollers die Günstigste der 3 Alternativen darstellen würde. Es hätte auch ein Sammeltaxi gegeben, ein sogenanntes Songtheuw, welches aber 100Baht pro Person und pro Fahrt kostet. Hin und zurück würde das 200Baht bedeuten und man hätte sich zudem an die genauen Zeiten halten müssen. Außerdem könnte man sich auch ein privates Taxi organisieren, welches dann vor Ort auf einen wartet und ca. 500Baht kostet. Da man aber bei beiden auf die Zeit angewiesen ist und der Preis deutlich teurer ist, haben wir uns das Fortbewegungsmittel schlechthin ausgeliehen. Philip hat den Preis von 200Baht auf 150Baht inkl. Benzin und zwei Helmen herunterhandeln können, vorausgesetzt wir bringen den Roller vor 18Uhr zurück. Auch hier war es wieder wichtig, darauf zu bestehen, dass eine Kopie des Passes und 3000Baht Pfand ausreichen und man den Reisepass nicht hergeben muss. Und mal zum Vergleich: 150Baht sind ca. 4 Euro, je nach Wechselkurs, also eigentlich nichts für einen ganzen Tag.

Schnell noch auf Google maps geschaut, wie man fahren muss und schon brauste Philip mit uns davon. Wie vom Rollerverleih vorhergesagt, waren wir nach 20Minuten bereits vor Ort. Aber das auch nur, weil Philip in der gleichen (evtl. etwas überhöhten…^^) Geschwindigkeit wie all die anderen Thais fuhr.

Unten gibt es eine überdimensionale Pagode zu sehen, die gerade im Bau ist; die Tigerhöhle, zur Rechten ein paar Treppen zu einem kleinen Jungleabschnitt mit vielen Affen und ein chinesischer Turm. Im Internet wurde man vor den vielen Affen gewarnt, die einem gerne um ungesichertes Essen und Trinken ärmer machen. Die ersten sahen wir bei den Treppen zum Jungle forest und konnten diese beim Essen, miteinander Zanken und Raufen beobachten.

Der Tempel wurde gebaut, weil...



Bevor wir uns zum Aufstieg wagten, über 1200 Stufen sollten es sein, wollten wir noch unsere restlichen Bananen essen. Keine Sekunde, nachdem wir sie ausgepackt hatten, waren bereits die Affen im Anmarsch. Schnell eine hingeworfen und wieder zurück, damit wir in Ruhe die anderen essen konnten. Ich hatte echt ein wenig Schiss vor den extrem frechen Äffchen.

Dann ging es los. 1237 Stufen zum Gipfel stand unten noch angeschrieben. Zum Glück lagen diese weitgehend im Schatten.
Nach jeweils einigen Stufen folgte ein kleines Plateau, um sich ausruhen zu können. Auf den Geländerpfosten der Plateaus war meistens die Anzahl der bereits bewältigten Stufen angeschrieben. Auch noch mitzuzählen schien bei der Affenhitze schier unmenschlich. Immer wieder musste man anhalten um Verschnaufpausen einzulegen. Unsere Wasserflaschen neigten sich bereits bei Stufe 800 dem Ende, aber wir hatten extra nicht mehr als 2 Flaschen mitgenommen, da ich gelesen habe, dass es oben Trinkwasserhähne gibt. Die Stufen waren auch nicht die einfachsten, mal lang und untief, mal kurz und tief – teils bis zu 40cm pro Stufe, aber immer mit Geländer zum Festhalten.

Nach einer guten halben Stunde kamen wir beide total durchnässt, aber sehr erleichtert oben an. Aber: Es waren doch nicht 1237 Stufen wie unten angegeben, sondern 1260, Frechheit. ;-)
Aber das lag wohl daran, dass zwischendrin ein zu steiler Treppenabschnitt abgesperrt war und ein neuer nebendran gebaut wurde. Erstmal die Flaschen im schattigen Unterbau auffüllen und mehrmals leer trinken. Erst danach sind wir ganz zum ganz Buddha in die Sonne hoch. Dieser war majestätisch groß, kaum kleiner als der Big Buddha auf Koh Samui, und genießt tagtäglich die spektakuläre Aussicht über Krabi und die angrenzende Landschaft mit ihren Karstfelsen.

Nachdem wir genug Fotos geschossen haben und uns an der Aussicht satt gesehen hatten, nahmen wir uns den Abstieg vor. Ich sagte Philip noch, dass man zittrige Beine bekommt, weil das alle im Internet geschrieben haben, aber er meinte nur, dass wir doch fit seien und auf uns bestimmt nicht zutreffen würde. Aber siehe da, bereits ab der Hälfte bekamen wir beide zittrige Beine. Ist auch kein Wunder, die Oberschenkel und Kniee müssen hier so einiges wegstecken und abfedern bei den teils sehr steilen Treppenstufen. Vor allem wenn man bedenkt, dass es 1260 an der Zahl sind.

Um unsere Energiereserven zu füllen, haben wir ganz unten wieder an einem Essensstand leckere verschiedene Chicken- und Shrimpspieße, frisch im Öl eines Woks gebraten, zusammen mit sticky rice aus dem Plastikbeutel gegessen. So wie die Thais auch.

Da bis 18Uhr noch etwas Zeit blieb und wir unsere Fortbewegungsmöglichkeit noch ausnutzen wollten, hatten wir vor, noch an den Fluss zu fahren. Unterwegs sahen wir ein Schild mit "elephant sculpture" 5,1km und fuhren spontan in die Richtung weiter. Auf dem Weg dorthin schmälerte sich plötzlich die Straße und wir wurden auf die entgegenkommende Fahrspur gelenkt, da auf unserer Fahrbahnseite ein langer Markt aus Essensständen und Klamottenständen aufgebaut war. Wir hielten schnell am Straßenrand an und schauten uns die Stände an. Zum ersten Mal mussten wir dann die Erfahrung machen, dass uns ein Fruitshake nicht schmeckt. An einem Stand wurden lauter orangefarbene verkauft, bei dem es sich um Mandarine handelte. Leider war dieser wohl mit irgendeinem chemischen Süßstoff pappsüß gemacht, sodass er für uns ungenießbar war und wir ihn irgendwann am Rand haben stehen lassen.
Wieder auf dem Roller ging es weiter die Straße entlang. Da wir komischerweise kein Schild mehr mit den Elefanten gesehen haben, wollten wir eigentlich die nächste Straße links abbiegen, um an den großen Krabi River zu gelangen. Doch siehe da, elephant sculpture 650m. Ok dann doch noch geradeaus weiter. Die Skulptur war dann irgendwie sehr ernüchternd, da nur vier Elefanten auf einem Kreisverkehr standen. Auch der Fluss mit Sicht auf den Mangrovenwald war sehr unspektakulär. Deswegen halt doch schon den Roller zurückbringen und ab unter die Dusche.

Dort haben wir dann erstmal gechillt, bis wir dann noch ein paar normale Einkäufe getätigt haben und in der Pizzaria, welche zum guesthouse gehört, Pizza gegessen haben.

Tags: Krabi tiger temple Tigertempel Aufstieg Aussichtspunkt Panorama Affen apes

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