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So wie der letzte Tag bzw. Artikel mit wenig Schlaf endete, so begann der heutige Tag mit einer extrem frühen Ankunft in Ayutthaya. Der Bus hielt bereits um 4:20 Uhr neben dem Highway bei Ayutthaya an und wir wurden vom Busfahrer zum Aussteigen geweckt. Ich glaube, dass ich mich gerade endlich mal in einer Tiefschlafphase befand, da ich hundemüde war, als wir aussteigen mussten. Ich war allerdings bei Sinnen genug, nichts von unseren Sachen zu vergessen.

Dort wartete auch schon ein Taxi, welches uns für 200Baht zur railway station von Ayutthaya brachte. Wir ließen uns dort hinfahren, da wir dort unsere großen Rucksäcke für 10Baht pro Person einsperren lassen konnten. Das hatte ich mir vorab schon im Internet herausgesucht.

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Ayutthaya liegen im inneren Stadtteil, der von einem Fluss umkreist ist. Da sich der Bahnhof außerhalb des Flusskreises befindet, mussten wir zunächst mit einer Fähre übersetzen. Die Fähre kostete auch nur 5Baht pro Person, also umgerechnet 14 Cent.

Auf der anderen Seite des Flusses lag direkt ein großer Markt, bei dem wir uns einige kleine Bananen gekauft haben. Schon kurz vor 5 Uhr war hier ein reges Treiben der Verkäufer zu beobachten, die sich noch zu organisieren schienen. Auch allerhand kuriose andere Lebensmittel konnte man dort kaufen. Wer einen ganzen Schweinekopf haben möchte, war hier richtig. Ca. 30 Schweineköpfe lagen wie nach einer großen Schlachtung nebeneinander aufgereiht auf einem Tisch. Ein etwas merkwürdiger Anblick zugegeben.

Etwas nördlich des Markts haben wir den Sonnenaufgang am Wat Mahathat und vor vielen weiteren umliegenden Wat Ruinen genossen. Der Wat Mahathat ist der Wat mit dem umwachsenen Buddhakopf. Der Eingang dazu war allerdings noch verschlossen.

Gefrühstückt haben wir dann im Rama Public Park. Unser kleines Picknick bestand aus der Brotzeit- bzw. Nachtsnacktüte von der Busgesellschaft und den  soeben erworbenen Bananen.

Während wir gefrühstückt haben, kam ein Tuk Tuk Fahrer vorbei und wollte uns eine Tour anbieten. Sogar Postkarten mit Empfehlungen auf verschiedenen Sprachen von seinen Kunden hatte er dabei. Doch wir bevorzugten es die Stadt und die Ruinen zu Fuß zu erkunden. Zumal wir in Bangkok schon mal fast auf diese Masche hereingefallen waren. Und nach Bangkok war es von Ayutthaya aus nicht mehr weit.

Als nächstes wollten wir zum Wat Phra Si Sanphet. Beim Eingang war noch niemand da, das Tor stand aber offen. Also sind wir einfach hineinspaziert und schossen die ersten Fotos, bis dann doch noch jemand kam, der sagte, dass sie erst um 8Uhr aufmachen. Da wir schon vieles gesehen hatten, beschlossen wir weiter zu ziehen. 50 Baht gespart.

Der nächste Fußmarsch führte zum Wat Chai Watthanaram. Dort kostete der Eintritt ebenfalls 50 Baht, welche wir dieses Mal auch zahlen mussten. Diese Wat Ruine ist sehr groß, gefiel mir persönlich am Besten, war auch noch sehr gut erhalten, teils etwas restauriert und gehört zu den Bekanntesten in Ayutthaya. Nachdem wir etliche Bilder aus den verschiedensten Blickwinkeln geschossen hatten, fuhren wir mit einem Tuk Tuk für 120Baht zum Bahnhof zurück. Die Organisation des Tuk tuks war mal wieder typisch für Thailand. Der Tuk Tuk Fahrer den wir ansprachen, dessen Tuktuk noch gut in Schuss zu sein schien, hielt im Augenblick als an der Straße ein weiteres vorbeifahren wollte, mit lauten Rufen den Fahrer an und winkte ihn her. Das alte Klappergestell fuhr sehr langsam, doch wir dachten, wenn der sich beeilt, schaffen wir bestimmt noch den Zug, derj a erst in 10min abfährt. Wäre sein Motor nicht so schlecht gewesen, hätten wir den Zug nach Bangkok nicht um ein Haar verpasst.

Aber das war kein Problem, so eilig hatten wir es dann auch wieder nicht. Ein Ticket für den nächsten Zug kauften wir für 15 Baht pro Person in der dritten Klasse, das war fast 10 mal billiger als die viel kürzere TukTuk Strecke in der Stadt.

Während wir wartend an einem Tisch saßen, wurden wir von einem komischen aufdringlichen Typen angelabert, der es wohl sehr viel Sprachbedarf hatte. Er Wohnt in Breda, ist ein Indo und war angeblich der Trainer der beiden Kinolegenden Bruce Lee und Jackie Chan. Außerdem seien Deutsche viel höflicher als Niederländer und Deutsche hätten in der Weltgeschichte nicht so viel Grausam angestellt wie die Niederländer in Indonesien, so seine Rede. Engländer, Franzosen und Niederländer hätten so viele Kolonien gehabt, wie auch Indonesien. Nur leeres Gerede ohne Sinn dahinter. Nachdem die Ineke etwas genervt schaute und auf seine herablassenden und äußerst frauenfeindlichen Andeutungen nur mit kurzen Einzeilern antwortete, beleidigte er sie sogar und ich musste sie verteidigen und immer wieder behaupten, dass seine Anschuldigungen unberechtigt seien. Wir waren total froh, dass er irgendwann abzog, wir hatten beide die Befürchtung er würde die 1 1/2 Stunden weiterbrabbeln und sich am Ende auch noch im Zug neben uns setzen.

Im Zug bekam zuerst nur Ineke einen Sitzplatz, nach einer halben Stunde haben wir gewechselt, sodass ich auch mal sitzen konnte, nachdem ich mich die ganze Zeit während der holprigen Fahrt an der Stange über den Köpfen festhalten musste. Irgendwann wurde aber noch ein Platz frei und wir konnten beide sitzen. Nachdem wir mehrfach eingenickt und mit dem Kopf gegen die Rückwand geknallt sind, ganz zum Vergnügen der Gegenübersitzenden, war es nicht mehr weit, denn wir befanden uns bereits in den Anfängen Bangkoks.

Auf Google maps haben wir gesehen, dass unser gebuchtes Hotel genau zwischen zwei Haltestellen des Zuges lag, also haben wir vorgehabt zum Hauptbahnhof zu fahren und dann wieder Richtung Norden zum Hotel zu laufen. Doch genau auf der Höhe unseres Hotels, musste der Zug auf die Ampel und Schlagbäume warten, sodass wir einfach schnell herausgesprungen sind. Was für ein Glück, denn nicht mal 2 Minuten später waren wir beim Hotel "Bangkok City Suite", was sich genau auf Höhe dieser Ampfel befand. Das Hotel haben wir uns im Internet so ausgesucht, dass es nah am airport link und an den verbliebenen Sightseeing Punkten ist, die wir noch nicht gesehen hatten.

Fix eingecheckt, geduscht und ab aufs Bett und noch ein wenig ausruhen.

Am Abend sind wir dann noch losgezogen, um im MBK Abend zu essen und noch ein wenig zu shoppen. Ich habe mir einen tollen Schaal aus thailändischer Seide gekauft und Philip eine schöne Sporthose. In dieser shopping Mall kann man fast alles kaufen, leider schließen die Läden aber alle schon nach und nach ab 19Uhr, sodass uns nur noch wenig Zeit blieb.

Tags: Train Zug Bangkok City Suite Tuktuk Wat Chai Watthanaram Jackie Chan Bruce Lee Wat Phra Si Sanphet Wat Mahathat ruins Ruinen Ayutthaya Thailand

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