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10.04.2015

"Good morning, it is a nice day today, you go elephant riding, and do you know what? I am already here to pick you up!" Mit einer fröhlichen weiblichen Thaistimme begann unser Tag mit diesem Anruf als wir noch halb verpennt beim Anziehen waren. Das elephant nature camp sollte heute den halben Tag unseres Programms einnehmen.

Nachdem wir zwei mal drei weitere Personen abgeholt haben, drei Briten und drei Neuseeländer, begann die Führerin mit ihrer Einführung, einigen Erklärungen, Witzen und einigen Standard Anweisungen um die Elefanten zu steuern.

"Go, go!“ is [bye bye] and “Stop!” is [how how]. But they only listen to „bye bye” not to “stop” because they want to eat the whole time, they eat “bamboo, banana, sugar cane, they eat the trees and they eat english people, not thai, because they are too spicy." Haha, die hatte echt Humor und brachte ständig alle zum Lachen und hat unsere Stimmung so früh am Morgen sehr gut anheben können.

Weiter gings mit: "Did you already take a shower this morning? No? That‘s ok, today you’ll take one with the elephants, they love shower and they love water!"

Beim Camp angekommen, warteten die Elefanten bereits auf uns. Der riesigie Elefantenbulle, offenbar der Vater der Familie, die Mutter mit Kind und eine Freundin. Kaum ausgestiegen, bekamen wir Bananen und die Elefanten kamen sofort auf uns zu und wollten eine Banane nach der anderen.

Da es drei große Elefanten waren, wir aber 8 Personen, gingen zuerst die anderen sechs jeweils zu zweit auf einen Elefanten und wir beide blieben bei dem Kleinen. Wir durften ihn umarmen, weiter füttern und sogar jeweils alleine auf ihm reiten. Das Reiten fand ich allerdings etwas schwierig, vor allem wenn es bergab ging, da ich dann das Gefühl bekam, jeden Moment vornüber fallen zu können. Außerdem tat seine recht spitze knochige Wirbelsäule beim Sitzen ziemlich weh. Immerhin war er noch ein Kind, daher nicht so angenehm zu reiten wie die Großen. Anschließend durften wir den Kleinen baden und mal so richtig durchschrubben. Der kleine Elefant schien das unheimlich zu genießen und unsere Führerin riss wieder einen Witz nach dem Anderen während Sie uns dabei abknippste und filmte.

Dann kamen die anderen auch schon wieder zurück und wir wurden auf den großen Bullen verfrachtet, weil Philip unbedingt auf den Größten wollte, während die anderen die zwei Weibchen gewaschen haben. Der Große war allerdings schon gelangweilt, er hatte schließlich keine Weibchen mehr, denen er hinterherdackeln könnte und außerdem viel zu großen Hunger, um jetzt nochmal da die Strecke abzulaufen, die er ja eben schonmal entlanggelatscht ist. Er blieb also wie von unserem Mahut vermutet, alle paar Meter stehen, um etwas zu essen. Manchmal riss er einen ganzen Bambusstamm um und wir wurden fast von den Seitenästen getroffen. Philip saß vorne am Nacken, ich hinten auf dem Rücken und musste die Beine ziemlich breit auseinander strecken, was auf Dauer ganz schön auf die Sehnen ging. Zuerst ging es leicht bergauf, nach einiger Zeit machten wir eine Kehrtwende und es ging ganz plötzlich steil bergab. Philip schien erst ungläubig, ob der riesen Bulle wirklich den schmalen Pfad heruntergehen wolle. Aber es war schon zu spät, denn der Mahut drängt den Bullen schon wieder endlich weiter zu gehen. Genug Bäume weggefressen. Wir hatten den Endstress und ein wenig Todesangst und wären selbst sicher mehrfach abgerutscht bei diesem trockenen und sehr schmalen, sehr steilen Pfad. Doch wie durch ein Wunder ging der Elefant unglaublich geschickt den extrem steilen Weg nach unten schien dabei kein einziges Mal zu wackeln. Wir waren mehr als beeindruckt von den Fähigkeiten dieses riesigen Tiers und natürlich auch heilfroh, wieder unten angekommen zu sein. Es ist auch eine kleine Herausforderung sich gut festzuhalten und nicht vornüber zu kippen wenn er abrupt mit einem Fuß stoppt an Stellen wo er sich unsicher ist.

Nach einem kleinen Snack ging es auch schon wieder zurück zum Hotel bzw. eben unserem Guesthouse. Auf dem Weg wurden die drei Briten bei einem Tigercamp abgesetzt, in dem man für 400Baht ein Foto mit einem Tiger machen konnte. Ich finde sowas nicht ok. Die Elefanten dürfen neben der Tour vormittags frei herumlaufen, die Tiger waren aber größter Wahrscheinlichkeit nach den ganzen Tag in Gefangenschaft und ein reines Spielzeug für Touristen, das ganze Tigercamp schien wie eine riesige Tierquälerei und so sind wir hier gar nicht erst aus dem Auto gestiegen.

Beim Guesthouse duschten wir kurz, packten und zogen ins Apartment gegenüber ein.

Danach ruhten wir uns erstmal aus und gerieten fast in Panik, als Philips Ultrabook komplett abspackte. Aber Philip hats dann doch wieder hinbekommen.

Hungrig kehrten wir gleich bei einem kleinen Imbiss in unserer Straße ein und außen ganz billig pork und beef vom BBQ.

Am Abend gingen wir am Nightbazaar entlang, gaaanz schlecht für den Geldbeutel. Zuerst sah Philip ein Shirt mit einem bunten Elefanten und ich eine kurze Hose mit Elefantenmuster. Beides haben wir für 230Baht bekommen, mehr runter wollte die Verkäuferin nicht und das haben wir akzeptiert, weil sie auch schon ein wenig genervt wirkte.

Ein paar Meter weiter kam ein kleiner Platz mit vielen Essens- und Trinkständen. Dort gönnten wir uns einen Siam Mojito.

Da Suzanne (Philips Mum) auch so ein tolles T-Shirt wollte, nachdem Philip ihr seines per Whatsapp gezeigt hatte, klapperten wir jeden Stand ab, fotografierten alle Elefanten Shirts und kauften für Suzanne dann auch ein Schönes für gerade mal 100Baht.

Ich habe dann noch ein schönes T-Shirt in orange gekauft, auf dem aus kleinen Vögeln ein großer Vogel dargestellt ist. Ich bekams von 300Baht heruntergehandelt für 170Baht.

Als Letztes haben wir noch ein Adler T-Shirt in schönem lila für den Greifvogelfan Philip ergattert. Sollte ursprünglich 350 kosten, da wir beide gleich einen entsetzten Blick aufgesetzt haben, fragte sie was er bieten wolle. Philip meinte 200Baht, sie wollte dann erst noch 250Baht. Als wir dann gehen wollten, willigte sie doch noch bei 200Baht ein, was uns erstaunte.

Auf dem Nachhauseweg haben wir nochmal einen leckeren Bananen Schoko Rotee gegessen, von den Teilen können wir einfach nicht unsere Finger bzw. Bahts lassen. ;-)

Tags: Elefant elephant bath elephant trekking Chiang Mai Thailand

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