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12.04.2015

Heute morgen hatte Philip wieder einen seiner genialen Gedankengänge und meinte zu mir:
Philip: "Hey Schatz, mit Whatsapp kann man doch jetzt neuerdings telefonieren?! Ich probiers jetzt mal aus!"
Ineke: "Wen willst du denn anrufen?"
Philip: "Meine Omi!"
Ineke: "Leg auf, dort ist es doch mitten in der Nacht!"
Philip: "Verdammt! Wie spät ist es denn gleich nochmal in Deutschland?"
Ineke: "Halb fünf erst!"
Philip: "Scheiße, mein Smartphone reagiert nicht mehr auf meine Finger!"
Philip versuchte dann ganz hektisch aufzulegen, das hat aber einfach nicht klappen wollen. Deswegen riss er seine Handyhülle und den Akkudeckel ab und holte sofort den Akku heraus um das Smartphone so mit Gewalt auszuschalten.

Heute sicherten wir unsere Wertsachen in der Drybag und verstauten diese im Gepäckfach vom Roller. Im Rucksack war dann nur noch unbedenkliches drin, wie Regenjacken, Flaschen und meine Unterwasser-Kamera.

Und dann hatten wir mal wieder richtig Glück, denn eigentlich wollten wir uns heute im Laufe des Tages sowieso noch eine Spritzpistole an einem der zahlreichen Verkaufsstände zulegen. Doch unten im Hof bekamen wir dann von der Sekretären des Hotelbüros eine Wasserpistole geschenkt, welche Touristen letztes Jahr angeblich liegen gelassen hatten. Aufgefüllt mit Wasser ging es dann gleich los zum Wat Doi Suthep. Schon beim Rollerverleih schräg gegenüber bekamen wir die erste Eimerladung ab. Auch auf der weiteren Fahrt wurden wir desöfteren nass gespritzt. Aber wir konnten uns mit der Pistole gut wehren. Philip ist gefahren und ich habe mich mit einer Hand an ihm festgehalten und mit der anderen noch freien freien Hand zurück geschossen. Wir sagens Euch, das war teils echt der Hauptspaß schlechthin. Ihr müsst Euch vorstellen ihr fahrt durch eine Großstadt voll mit Menschen und Fußgängern an jeder Ecke und auf dem Weg gebt ihr jedem den ihr seht erstmal nen Spritzer Wasser mit, vor allem den Touristen in den offenen Taxis, die kreischen dann nämlich immer so lustig. Und dann vollgas, um der Racheattacke zu entgehen. Wir waren beinahe schon Songkran-Profis! ;-P Vor allem um die alte Stadtmauer standen und fuhren viele Menschen mit Wasser. Einige waren schwerstens bewaffnet, denn auf manchen Pickups standen gleich mehrere Leute auf einmal mit einem riesigen Bottich mit ca. einer halben Tonne Wasser gefüllt aus der sie den Leuten Kübelweise das Wasser drauf schütten konnten. An den Straßenrändern standen sie teils sogar mit Hochdruckgartenschläuchen und warteten nur auf die nächste arme Seele, die sich eine Duschabreibung abholen durfte. Roller- und Motorradfahrer mussten daher besonders auf der Hut sein, da man auf den wackeligen Zweirädern bei extrem viel Wasser doch leicht mal wegrutschen kann.

Vor dem Doi Suthep National Park haben wir unsere Pistole nochmals mit Wasser aufgefüllt. Uns wurde dort eine Blume und Blumenketten in die Hand gedrückt, da dort in der Nähe ein weiterer kleiner Tempel ist und alles mit Blumen geschmückt war. Die Blume hat Philip mir an den Helm gesteckt und die Ketten habe ich mir um den Hals gehängt. Könnt ihr auch auf den Fotos sehen.

Beim Nationalparkeingang standen zwar wieder Securities, wir wurden aber wie schon gestern im Doi Inthanon Nationalpark nicht aufgehalten. Viele der Autos wurden lustigerweise schon angehalten und zum Zahlen gedrängt. Da hatte man als Rollerfahrer wohl echt gute Karten.

Wir sahen ein Schild zu einem Wasserfall und wollten ihn uns anschauen, aber dorthin hätte es aber für Ausländer 100Baht (& für Thais nur 20Baht) pro Person plus 20Baht für den Roller gekostet. Also sind wir doch nicht hingefahren, schließlich haben wir gestern schon zwei gesehen, die bestimmt spektakulärer und größer waren als dieser hier.

Weiter hoch kommt man zu einem Aussichtspoint. Dort haben wir zwei Würste vom Grill als Snack gekauft. Man hatte eine Aussicht auf Chiang Mai, konnte den Flughafen und die Old City erkennen. Leider war die Sicht durch den Nebel aber sehr eingeschrnänkt.

Am Wat angekommen, musste man zunächst ca. 200 Stufen nach oben laufen. Nach der Erfahrung vom Tigertempel in Krabi war das natürlich Pippifax :P. Die Treppe bestand links und rechts aus zwei schön gestalteten Naga Schlangen.
Der Eintritt oben kostet für Ausländer und nur für Ausländer 30Baht pro Person.

Mitten im Wat steht eine große goldene Pagode. Beim Eingang lag ein goldenes Tuch, auf dem man seinen Namen schreiben kann und das irgendwann um die Pagode gehangen wird. Wenn man dreimal im Uhrzeigersinn um die Pagode läuft und dabei die heilige Schrift auf einem der Zettel, die überall verteilt lagen, aufsagen würde, sollte man ein ganzes Jahr lang Glück haben. Gelesen, getan! Wir wollten unserem Glück natürlich auch ein wenig auf die Sprünge helfen. Auch das Läuten sämtlicher Glocken soll einem hier wieder Glück bringen. Als wir mit allem durch waren, waren wir guten Gewissens, im Folgenden Jahr sämtliche Klausuren und bevorstehende Examen zu bestehen!

Bevor wir uns auf den Weg nach unten machten, haben wir noch einen sehr leckeren frisch gepressten Orangensaft getrunken.

Auf dem Weg zurück nach unten hielten wir erneut beim Aussichtspunkt von vorhin an um noch ein wenig Obst zu essen, welches dort angeboten wurde.

Als nächstes fuhren wir zum Arcade Bus Terminal bzw. speziell zum Bus Terminal 3, um ein Busticket von Chiang Mai nach Ayutthaya zu kaufen.

Der Weg dorthin führte aber wieder an der alten Stadtmauer entlang und wir wurden natürlich wieder Opfer von schweren Wasserattacken und waren von oben bis unten nass. Vor allem bei den Farangs darf kein Stück Stoff trocken bleiben. Den Thai freut es aber umso mehr, wenn man als Ausländer auch zurück schießt.

„Happy new year“ an dieser Stelle mal! Das Songkran Fest ist das thailändische Neujahrsfest und wird mit sehr viel Wasser gefeiert. Obelix würde sagen: „Die spinnen die Thailänder!“

Am Busbahnhof angekommen, sind wir zuerst an den Schalter des Busunternehmens „Greenbus“ gegangen, da wir von diesem Gutes im Internet gelesen hatten, erhielten dann aber leider die Auskunft, dass dieser nicht nach Bangkok bzw. Ayutthaya fuhr. Wir wollten uns Ayutthaya aber auf jeden Fall noch ansehen, bevor es nach Bangkok und dann weiter nach Abu Dhabi ging. Also hieß es, das nächste Busunternehmen ausfindig zu machen und die Preise der zahlreichen Unternehmen miteinander zu vergleichen. Bei den Schaltern eines pinken Unternehmens, gab es zig Touren nach Bangkok und eine Frau schrie die Menschen lauter als alle anderen herbei, was ziemlich unangenehm und unfreundlich klang. Dort waren wir gleich abgeneigt nachzufragen. Beim nächsten Schalter gab es nur VIP Busse und man sollte 628 Baht pro Person zahlen. Leider konnte sie uns keine Bilder von innen zeigen. Beim Schalter gegenüber gab es drei Klassen. Die Supreme, die Super und Star Class. Sie konnte uns zu allen Klassen Bilder von innen zeigen und so entschieden wir uns für den Bus mit der kleinsten dort verfügbaren Preisklasse, also der Star-Klasse für 538Baht pro Person und einer Abfahrt am 13.April um 20Uhr, also morgen Abend.

Zur Unterkunft wurden wir nochmal nasser als nass und nahmen am Ende einen trockeneren Weg über Straßen im Inneren der quadratisch angelegten old city.

Im Zimmer angekommen, begann es draußen auch noch von oben her nass zu werden.

Zur Abendessenszeit war es dann wieder trocken und auch die Wasserschlacht war vorbei. Nur ein paar Ausländer konnten es mal wieder nicht lassen in der Dunkelheit weiter zu machen, wo alle Thais schon aufgehört hatten und ihre Essens- und Verkaufsstände aufgebaut hatten.

Gegessen haben wir wieder bei Johns Place. Da wussten wir einfach schon, dass es gut und günstig war.

Danach sind wir mal wieder zum Night Bazaar, um ein paar nette Souvenirs und Mitbringsel zu kaufen. Später sind wir auch nochmal kurz an der Walking Street bei uns zum Bummeln entlanggelaufen und dann wieder völlig erschöpft ins Bett gefallen.

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